Das Leben hatte für Bärbel und mich nur ein Jahr vorgesehen. Wir haben uns in der Berufsschule zum 1. Lehrjahr 1977 kennen gelernt und sofort verstanden. Am ersten Schultag waren wir nur in der Pause zusammen, am nächsten Schultag, eine Woche später, haben wir uns schon zusammen gesetzt und ständig die Köpfe zusammen gesteckt. Von da an hab ich mich jede Woche auf die Berufsschule gefreut und wir waren nicht nur mittwochs in Kontakt.
Von Bärbel's Tod erfuhr ich erst am Tag ihrer Beerdigung beim Mittagessen in meiner Ausbildungsfirma - quasi über drei Ecken. G., einer meiner 'Mitlehrlinge' war befreundet mit R., einem Jungen, der zum einen in unsere Berufsschulklasse ging, zum anderen ein Nachbarschaftskumpel von Bärbel war. Beim besagten Mittagessen sagte G. so ganz nebenbei zu mir: "Ach ja, ich soll Dir ausrichten, Eure Klassensprecherin ist tot!". Ich wusste mit meinen 17 Jahren nicht, dass es das wirklich gibt, aber mir blieb tatsächlich der Bissen im Hals stecken; er wiederum wusste nicht, dass unsere Klassensprecherin 'meine Bärbel' war. In meiner Verzweiflung und aus reinem Aktionismus blätterte ich die Zeitung durch und tatsächlich, da stand meine Bärbel aufgelistet in den Bestattungsterminen. Am quälensten war, dass ich mich auf ihrer Beerdigung nicht von ihr verabschieden konnte.
Gott sei Dank waren wir zusammen auf der 'Rockin' all over the world'-Tour und ich durfte an diesem Abend bei ihr übernachten. Damit hab ich eine wunderschöne Erinnerung an sie, die kann mir keiner nehmen. Zu meinem grössten Bedauern habe ich ausser dem Sterbebildchen kein Foto von Bärbel.
Geniesst den Song! Mich wird er für immer und ewig an Bärbel, unser einziges Jahr und unser superhartes, Headbanger-Status Quo-Konzert erinnern ...
Für a Fünferl a Durcheinand'
Bärbel